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Pflaster gegen den Schmerz

Wer sich eine kleine Verletzung zugezogen hat und blutet, der greift zum Pflaster. Es verschließt die Wunde und hilft die Blutung zu stoppen. Doch heutzutage können Pflaster noch viel mehr.
Wer einen verspannten und schmerzenden Rücken hat, der kennt wahrscheinlich schon die wärmespendenden Pflaster und wer einmal versucht hat sich das Rauchen abzugewöhnen, ist bestimmt schon mit Nikotinpflastern in Berührung gekommen.
Diese Art der Pflaster zählt zu den transdermalen Pflastern, zu welchen auch Hormon- und  Schmerzpflaster gehören. Es lassen sich viele Arzneistoffe über die Pflaster verabreichen. Die Wirkungsweise ist dabei fast immer gleich. Das Pflaster wird auf die Haut aufgebracht und der Wirkstoff gelangt kontrolliert über die Haut ins Blutgefäßsystem des Patienten. Der große Vorteil dieser Behandlung liegt darin, dass der Wirkstoff nicht erst durch den Magen-Darm-Trakt und die Leber muss. Somit kann er da nicht vorzeitig abgebaut werden. 
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Die Pflaster sind nach Außen alle mit einer Deckfolie versehen, damit der Inhalt geschützt bleibt. Denn die meisten transdermalen Pflaster bleiben mindestens drei Tage lang auf der Haut kleben. Das ist von Vorteil, denn somit muss es nicht täglich erneuert werden. Doch in der Länge der Anwendung liegt gleichzeitig auch der größte Nachteil dieser Behandlung. Das Mikroklima der Haut fängt sich ab dieser Zeitspanne an zu verändern.
Zudem geben die Pflaster in vielen Fällen ihren Wirkstoff einfach zu zeitverzögert frei. Für eine Akuttherapie sind sie also weniger geeignet. Für Menschen die längere Zeit Schmerzmittel einnehmen müssen, kann es aber durchaus eine Verbesserung der Lebensqualität  bedeuten.
Der Einsatz der Pflaster muss also wirklich schwer abgewogen werden. Nicht immer ist er sinnvoll und die klassische Gabe von Tabletten oder Tropfen einfach effizienter.
Die Forschung beschäftigt sich mit dem Einsatz diese Pflaster für Impfstoffe, da gerade bei Pandemien diese viel schneller an die Patienten verabreicht werden könnten, weil einfach weniger Fachkräfte benötigt werden und die HIV-Infektionsgefahr-Gefahr durch Benutzung von Einwegspritzen, vor allem in Entwicklungsländern, minimiert wird.
In Deutschland sind die bekanntesten Formen dieser Pflaster tatsächlich die Nikotin und Hormonpflaster.
Die Wärmepflaster funktionieren ähnlich, aber da soll der Wirkstoff nicht ins Blutgefäßsystem gelangen. 
In den meisten Fällen wird Capsaicin freigesetzt, welches die örtliche Durchblutung der Haut fördert und so für eine gleichmäßige Erwärmung an der Stelle sorgt. Capsaicin wird aus Cayennepfeffer-Dickextrakt gewonnen und stimuliert die Wärme- und Schmerzrezeptoren der Haut. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass dieser Wirkstoff die Freisetzung eines Schmerzbotenstoffes hemmt.
Die Wärmepflaster werden im Gegensatz zu den transdermalen Pflastern nur vier bis 12 Stunden auf der Haut gelassen und sind nicht verschreibungspflichtig.
Insbesondere im Rückenbereich bei Hexenschuss, Muskelverspannungen oder rheumatischen Erkrankungen sind diese klebenden Helfer eine gute Alternative zur Wärmeflasche, die es durchaus Wert ist, einmal ausprobiert zu werden.
 
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