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Schulzeit - Läusezeit

Gerade nach dem Sommerferien häufen sich wieder die Fälle von Kopfläusen. Durch den engen Kontakt der Kinder geht die Verbreitung sehr schnell und so ist es nicht verwunderlich, wenn gerade zum Schuljahresbeginn wieder viele Fälle von Lausbefall gemeldet werden.
Doch keine Angst, gefährlich ist ein Befall mit Kopfläusen nicht, aber dafür extrem unangenehm. Denn die Läuse verursachen bei den Betroffenen starken Juckreiz auf der Kopfhaut. Krankheiten übertragen sie jedoch nicht. Allerdings gibt es auch Annahmen, nach denen die Pest im Mittelalter durch Kopf und Kleiderläuse übertragen wurde und nicht durch Ratten. Bewiesen ist das jedoch nicht. 
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Falsche Scham
Niemand kann sich wirklich schützen gegen die kleinen Tierchen. Früher galt es noch als unhygienisch, wenn ein Kind Kopfläuse hatte. Es gab Zeiten, da wurde auf solche Kinder mit den Fingern gezeigt, doch mit zunehmenden Wissen sollte dies längst der Vergangenheit angehören. Die Laus überträgt sich von Mensch zu Mensch und nicht durch mangelnde Hygiene oder durch den Kontakt zu Tieren.
Trotzdem schämen sich immer noch viele Eltern, wenn sie merken, dass ihre Sprösslinge Kopfläuse haben. Das kann dann wiederum zu einer Kettenreaktion führen, denn je eher die Eltern es dem Klassenleiter oder Erzieher im Kindergarten mitteilen, um so schneller können diese reagieren und die gesamte Gruppe oder Klasse nach Läusen absuchen lassen.

Meldepflicht
Dies ist sogar gesetzlich geregelt. Laut $34 Absatz 5 des Infektionsschutzgesetzes sind Eltern verpflichtet Gemeinschaftseinrichtungen, wie eben Schulen, Sportvereine und Kindergärten, sofort über den Läusebefall ihrer Kinder zu informieren. Nur durch die rechtzeitige Benachrichtigung kann sich die weite Verbreitung verhindern lassen. Betroffene Kinder sollten so lange nicht öffentliche Einrichtungen aufsuchen, bis mit einer entsprechenden Behandlung begonnen wurde.

Wie stellt man Läuse rechtzeitig fest?
Wenn es am ganzen Kopf juckt, ist es im Grunde bereits viel zu spät. Dann haben es sich die Läuse schon etwas länger auf dem Kopf gemütlich gemacht. „Wichtig ist deshalb gerade mit dem Schulbeginn, dass wöchentlich die Kopfhaut der Kinder nach Läuseeiern durchsucht wird“, rät Apothekerin „Frau Kleine Natrop von der Elisabeth Apotheke“ in Dresden Trachau.
Die Läuseeier werden dabei gerne mit Schuppen verwechselt. Doch im Gegensatz zu Schuppen lassen diese sich nicht so ohne weiteres mit den Fingern von den Haaren abstreifen. Behandelt werden sollten nur Kinder, welche auch wirklich Kopfläuse haben. Wenn aber der erste Kopflaus-Fall in einer Schulklasse aufgetreten ist, müssen sich tatsächlich fast alle behandeln lassen. Ausgenommen sind Kinder mit sehr kurzen Haaren, welche aber dafür penibel untersucht werden sollten.

Was nun? Haare ab?
Die Zeiten, wo in solchen Fällen radikal zum Rasierer gegriffen wurde und kleine Mädchen unter Tränen ihre Haarpracht einbüßten, sind übrigens ganz lange vorbei. Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von schnell wirksamen Läuse Shampoos, welche schon nach der ersten Anwendung helfen. Da bei der Haarwäsche jedoch nicht alle Läuseeier entfernt werden, muss nach ca. einer Woche nochmal eine Sicherheitswäsche erfolgen. Die Eier müssen danach noch sorgfältig heraus gekämmt werden.
Während Kopfbedeckungen, Kämme und Bürsten ebenfalls mit dem Lausshampoo behandelt werden sollte, ist eine Entlausung der gesamten Wohnung nicht nötig. Es reicht, die Kleidung und die Wäsche zu wechseln. Kopfläuse sind langfristig auf die Wärme und Nahrung des Menschen angewiesen. „Es ist daher nicht verkehrt, alles, was befallen sein könnte (Kuscheltiere o.ä.), drei Tage lang in einen Plastesack und damit vom Wirt weg zu packen“, rät die Apothekerin deshalb.  
 
 
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