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Hausmittel oder Arznei aus der Apotheke

Eine heftige Erkältung geht meist mit Hals- und Kopfschmerzen, Schnupfen, Husten und im schlimmsten Fall auch noch Fieber einher. Für jedes dieser Symptome gibt es heute Mittelchen, die ganz gut dagegen helfen. Doch auch Hausmittel sind immer noch sehr beliebt. Doch was hilft wirklich? Ein altes Sprichwort sagt: „Mit Arznei dauert eine Erkältung sieben Tage und ohne eine ganze Woche.“ Gemeint ist damit, dass gegen die Viren, welche Grund für die Erkältung sind, eigentlich gar nichts hilft. 
Immer noch glauben Menschen, dass die Einnahme von Antibiotikum dazu führen würde, dass die Viren bekämpft werden. Doch das ist kompletter Unsinn und wohl darin begründet, dass einige Ärzte vor allem in vergangener Zeit sehr schnell zum Rezeptblock gegriffen haben, ohne Patienten darüber wirklich aufzuklären. Antibiotika kann aber nur Bakterien bekämpfen und keine Viren. Doch warum verschreiben Ärzte das dann? Der Grund ist sehr einfach.
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Es lässt sich eben nicht immer auf den ersten Blick feststellen, ob eine Erkrankung viralen oder bakteriellen Ursprungs ist. Halsschmerzen sind ein gutes Beispiel dafür. Anfangs sind es sehr oft Parainfluenza-, Adeno-, Rhino- oder Coronaviren, welche für eine Rachenentzündung verantwortlich sind. Doch in der Folge können sich Bakterien auf der virengeschädigten Schleimhaut besser vermehren. Sehr oft sind das Streptokokken, welche eine Mandelentzündung auslösen. Hier wären dann Antibiotika sehr sinnvoll.
Gegen eine einfach Halsentzündung hätte wahrscheinlich aber auch das eine oder andere Hausmittel geholfen. Das Lutschen eines Kräuterbonbons kann zu einem kühlenden und schmerzstillenden Effekt im Hals führen. Gerne wird auch ein wärmender Umschlag, z.B. aus Kartoffeln um den Hals gelegt. Ähnlich können da verschiedene Medikamente wirken.
Doch letztlich lindern Medikamente und Hausmittel immer nur die Beschwerden. Gegen das Virus ist und bleibt momentan kein Kraut gewachsen. Das eigene, starke Immunsystem ist hier gefragt.
Nicht anders sieht das beim Husten und Schnupfen aus. Ob Inhalationen, Tees oder warme Wickel, es kann letztlich nur der Schleim gelöst werden und so eine Linderung der Beschwerden herbeigeführt werden. Aber das ist ja auch schon mal etwas.
Beliebtester Klassiker unter den Hausmitteln ist übrigens immer noch der Lindenblütentee. Dieser soll schweißtreibend wirken und das „Herausschwitzen“ der Erkältung fördern. Ein bis zwei Teelöffel Lindenblüten werden dazu mit ¼ Liter kochendem Wasser übergossen. Für 10 Minuten muss der Tee ziehen. Dann sollten mehrere Tassen über den Tag verteilt getrunken werden. Die Lindenblüten erhält man in fast jeder Apotheke.
Wenn sich Fieber zu der Erkältung gesellt, dann wird es problematischer. Fieber ist eine Abwehrreaktion des Körpers und sollte nicht sofort bekämpft werden. Es zeigt, dass das Immunsystem sich gerade mit einem Krankheitserreger oder Entzündungsfaktor befasst.
Von Fieber spricht man erst wenn die Temperatur über 38 Grad steigt. Bis dahin ist es nur die sogenannte „erhöhte Temperatur“. Erst bei hohem Fieber (ab 39Grad) ist es sinnvoll, etwas dagegen zu unternehmen. Dann ist das Hausmittel der Wahl die guten alten, lauwarmen Wadenwickel. Alternativ bleibt der Griff zu einem fiebersenkenden Medikament.
Wenn diese Mittel das Fieber aber nur kurzzeitig senken können, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Hohes Fieber kann eben doch oft ein Anzeichen für eine bakterielle Infektion oder andere Krankheiten sein. Bei Kindern sollte übrigens nicht lange abgewartet werden. Ein Arztbesuch ist empfehlenswert. Bei Säuglingen sollten Eltern immer sofort den Arzt aufsuchen. Hausmittelchen sind da erst einmal fehl am Platze.
 
 
 
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