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Aufs Glatteis kann man sich vorbereiten

Nun ist der Winter also doch noch eingekehrt. Und kaum sind die ersten Schneekrümel gefallen und die Wege etwas vereist, haben die Notaufnahmen schon wieder alle Hände voll zu tun. Jahr für Jahr ist in Zeiten der vereisten Gehwege, die Versorgung von Handgelenksbrüchen an der Tagesordnung. Die passiert, weil sich fallende Menschen reflexartig mit den Händen aufstützen, um den Kopf vor einem Aufprall zu bewahren. Dabei bricht der handgelenksnahe Anteil der Speiche, welche zu einem der zwei Knochen des Unterarms gehört. Diese Brüche sind sonst eigentlich mehr von Skatern oder Bikern zu beobachten. Während diese sich aber mit entsprechenden Handgelenksprotektoren versuchen zu schützen, ist dies bei den meisten Fußgängern im Winter nicht zu beobachten.
Die meisten Autofahrer haben längst ihr Kfz wintertauglich gemacht und die Winterreifen mit einem tieferen Profil aufgezogen. Dies sollten Fußgänger ganz genauso tun. Mit den schicken Business-Schuhen hat bei vereisten Gehwegen eigentlich niemand etwas draußen zu suchen. Wer diese im Büro unbedingt braucht, weil die Winterstiefel schlecht zum Armani Look passen, sollte sie wenigstens auch erst im Büro umziehen. Wem das sogar zu viel ist, der hat längst die Möglichkeit sich „Spikes“ um die Schuhe zu schnallen.
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Auch ein Handgelenksprotector würde viele Brüche verhindern, allerdings scheuen sich die meisten letztlich davor, so etwas außerhalb des Sports zu tragen.  Und vor allem ältere Menschen, die schon Schwierigkeiten beim Laufen haben, sollten bei Frostwetter gar nicht mehr alleine vor die Tür gehen.
Auch hier heißt es rechtzeitig für den Winter um zu organisieren. Dazu gehören Einkaufshelfer und die berühmte Spitze für den Gehstock, die es für Stockträger übrigens auf Rezept gibt. Doch noch immer fallen ganz viele ältere Menschen vor ihrer eigenen Haustüre hin, weil sie einfach mal vor die Tür wollten, um zu sehen ob es denn auch wirklich schneit. Ein verständlicher Wunsch, der aber auch mit einem Blick aus dem Fenster erfüllbar gewesen wäre. Das heißt aber nicht, dass ältere Menschen nicht an die frische Luft sollen. Es geht vielmehr darum, dies zu organisieren, um nicht alleine gehen zu müssen.
Doch leider gibt es auch völlig uneinsichtige Menschen. Vor allem Leute, die mit dem Fahrrad durch Eis und Schnee fahren. Das macht zwar richtig Spaß, aber bitte nur wenn man Sportler ist und auf dem Mountainbike abseits des Verkehrs auch weiß, was man da tut. Doch diese Gruppe gehört gar nicht zu den Uneinsichtigen. Es ist vielmehr zu beobachten, dass je schlechter das Fahrrad dazu auch noch geeignet ist, um so mehr findet sich auch jemand der darauf unbedingt zwischen den ohnehin schon rutschenden Autos fahren muss. Vielmals endet dies in der Notaufnahme mit einem weiteren Patienten in der Statistik der Handgelenksbrüche im Winter.
 
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