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Ist es schon Bluthochdruck?
 
Die Verunsicherung bei Patienten mit Bluthochdruckproblemen ist so groß wie lange nicht. Seit eine Studie des „The New England Journal of Medicine“ in einer sogenannten SPRINT-Studie aufzeigte, dass ein oberer systolischer Druck von 120 mmHg Vorteile gegenüber einem höheren Wert von 140 mmHg hat, fragen sich die Patenten, ob sie denn mit 140 mmHg richtig eingestellt sind. In der Studie traten bei dieser strengeren medikamentösen Einstellung von 120 mmHg deutlich weniger Herzinfarkte und sonstige Herz-Kreislauf-Beschwerden auf.
Die Vermutung existierte schon lange, doch mit dieser Studie, welche mit über 10.000 Teilnehmern durchgeführt wurde, konnte diese Annahme erstmals auch belegt werden. Wichtig bei der Beurteilung der Ergebnisse ist jedoch zu wissen, dass nur bestimmte Patienten zu dieser Studie zugelassen wurden.
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Patienten mit Diabetes wurden von vorn herein ausgeschlossen, so dass die Aussage der Studie für diese Gruppe natürlich nur bedingt gilt. Außerdem nahmen an der SPRINT-Studie nur Personen teil, welche nicht nur unter Bluthochdruck litten, sondern gleichzeitig auch ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Beschwerden hatten.
Sollen nun alle Patienten auf 120 mmHg eingestellt werden? Diese Frage beschäftigt nun ganz viele Patienten. Wichtig ist deshalb erst einmal zu klären, dass diese Empfehlung nur Patienten betrifft, welche bereits einen diagnostizierten Bluthochdruck haben. Bislang gesunde Menschen mit einem Blutdruck von beispielsweise 130 mmHg werden nun nicht für krank erklärt werden.
Bis dato galten Werte ab einem oberen systolischen Druck von 140 mmHg oder einem unteren diastolischen Wert ab 90 mmHg als Bluthochdruck. Natürlich könnte diese Studie nun auch auf diese Empfehlungswerte langfristig Einfluss haben. Denn Fakt ist: Wer zu hohen Blutdruck hat, lebt gefährlich.
Die sogenannte Hypertonie ist tückisch. Denn bei einem Blutdruck von 140 mmHg merken Betroffene eigentlich meist nichts. Doch die Wahrscheinlichkeit einen Herzinfarkt zu erleiden oder an anderen Gefäßkrankheiten zu erkranken nimmt langfristig zu.
Auch nicht jeder Patient mit Bluthochdruck wird nun auf die 120 mmHg eingestellt werden, denn dies birgt auch immer die Gefahr von größeren Nebenwirkungen. Deshalb sollten Patienten das Gespräch mit ihrem Arzt suchen.
In vielen Fällen sollten die niedrigeren Werte sicherlich angestrebt werden, doch nicht um jeden Preis. Dies muss der Arzt individuell abschätzen.
Wer sich mit 140 mmHg gut fühlt und bei 120 mmHg plötzlich Schwindelanfälle bekommt, ist mit dem höheren Wert vielleicht doch besser dran. Aber das ist wirklich von Patient zu Patient unterschiedlich und muss zusammen mit dem Arzt besprochen werden.
Auf gar keinem Fall sollten Patienten aufgrund dieser Studie nun versuchen sich selber niedriger einzustellen. Das kann große gesundheitliche Risiken mit sich bringen.
Für alle die noch nicht an Bluthochdruck erkrankt sind, ist diese Studie auch ein Fingerzeig. Gesunde Ernährung, ohne Rauchen und möglichst keinem Alkohol, viel Bewegung an der frischen Luft sind der Schlüssel für einen normalen, gesunden Blutdruck.
 
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