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Achtung Hitze! So trinken Sie richtig!

Dass es ratsam ist während des Sports gerade im Sommer viel zu trinken, ist den meisten Menschen klar. Immerhin hat der Körper gewissermaßen eine automatische Erinnerungsfunktion, nämlich den Durst. Doch wie wichtig es auch ist, das Richtige zu sich zu nehmen, zeigte ein schockierender Todesfall beim letzten Ironman Triathlon in Frankfurt.
Bei hochsommerlichen Temperaturen brach ein Brite nach dem Überqueren der Ziellinie zusammen und starb drei Tage später im Krankenhaus. Der Mann wurde bewusstlos und hatte Krampfanfälle. Wie später bekannt wurde, hatte er sich wohl das gesamte Rennen über nur mit Leitungswasser versorgt. Es gab an der Strecke genügend Alternativen, von denen er aber keinen Gebrauch machte. Die Folge war ein Natriummangel, denn während er das Salz quasi per Schwitzen verlor, bekam der Körper über das normale Wasser zu wenig neues zugeführt.
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Was bei normalen Temperaturen schon recht gefährlich ist, geht natürlich, spätestens wenn die Außentemperatur die Körpertemperatur erreicht hat, überhaupt nicht mehr. Und bei diesem IronMan-Wochenende herrschten 40 Grad im Schatten.Der Salzmangel führt dazu, dass der Wasser-Elektrolyt-Haushalt des Gehirns gestört wird. Entsprechend schwoll das Hirn des Mannes an. Ihm konnten keine Medikamente und auch keine Operation mehr helfen. Schaut man auf die Sportplätze und Sporthallen, sieht man, dass der Brite bei weitem kein Einzelfall ist. Ganz vielen Sportlern ist dieses Thema gar nicht bewusst, sie füllen ihre Flaschen ständig an der Wasserleitung auf. Leitungswasser ist zwar nicht ungesund, aber für Sportler eben denkbar ungeeignet. Dabei fehlt nicht nur das so wichtige Natrium. Allgemein sind viel weniger Mineralstoffe im Leitungswasser als im Mineralwasser enthalten. Doch dieses hätte bei solch hohen Temperaturen von 40 Grad im Schatten auch kaum gereicht. Die Profisportler nehmen deshalb während so eines Extremlaufes salzhaltige Nahrung zu sich. Nicht selten wird da auch die gute alte Apfelschorle mit einem Löffel Speisesalz gemischt. Während des Ironman gab es an zahlreichen Ständen auf der Strecke Salzsticks.
Nicht jeder Fall von Natrium- und Mineralmangel führt gleich zum Tod. Doch gerade in Zeiten wo Hobbysport und Spitzensport sich immer mehr vermischen und selbst Durchschnittsathleten einen Marathon angehen, wird dieses Thema immer wichtiger.
„Es gibt für Sportler hervorragende Präparate in der Apotheke, welche zur schnellen Einnahme zwischendurch geeignet sind“, empfiehlt Apothekerin Frau Kleine-Natrop den Sportlern sich vor einem Lauf mit genügend Mineralstoffen einzudecken. Denn auch wenn bei  größeren offiziellen Veranstaltungen an der Strecke meist vorgesorgt wird und für Profis die Ernährungsplanung zum Wettkampf dazu gehört, sind doch bei vielen kleineren Freizeitturnieren und Läufen auch Sportler am Start, die das Thema noch gar nicht so auf der Rechnung haben. Neben den gesundheitlichen Problemen macht sich der Mangel an Mineralstoffen dann auch in der Leistung schnell bemerkbar. Schnelle Ermüdung und Krämpfe sind der Lohn für falsche Ernährung während des Wettkampfes.
Doch Vorsicht, viel hilft viel, ist auch falsch. Eine Faustregel sagt ein Liter pro Stunde sollte es ungefähr sein, wobei dies natürlich auch von den Außentemperaturen und dem Grad der Belastung abhängt. Wichtiger als noch mehr Wasser zu sich zu nehmen, wäre es den Mineralstoffgehalt mit Zunahme der Temperaturen und Belastung zu steigern. Sei es nun mit einfachem Salz oder Mineralstoffpräparaten aus der Apotheke.
Viel Mineralwasser vor einem Wettkampf zu trinken, ist zwar bei Amateursportlern eine ebenfalls immer wieder gesehene Strategie, doch auch die wäre falsch. Denn mit voll gefülltem Wasserbauch lässt es sich auch schlecht Sport treiben. Wichtig ist schon weit vor dem Wettkampf regelmäßig kleine Mengen zu trinken, um mit einem ausgeglichenen Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt in das Rennen zu starten.
Ein kurzer 45minütiger Lauf oder ein Spiel ist in der Regel ohne Flüssigkeitszufuhr zu überstehen, doch gerade bei Temperaturen über 30 Grad ist das auch nicht unbedingt empfehlenswert. Auch die Fußballer haben das inzwischen erkannt und deshalb legt der Schiedsrichter bei hohen Temperaturen während einer Halbzeit mindestens eine Trinkpause ein.
Und was für die Profis richtig ist, sollte für Amateursportler umso mehr gelten.
Vitamine sollten dabei nicht mit Mineralien verwechselt werden. Vitaminreiche Getränke sind zwar schön und gut, doch im Gegensatz zu den wichtigen Mineralien schwitzt der Körper die Vitamine während der Belastung gar nicht in solchen Mengen aus.
 
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