Ratgeber Fußpilz - Elisabeth Apotheke Dresden - jetzt aktuell Thema Grippeschutzimpfung

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Fußpilz Ratgeber

Ein Besuch im nächstliegenden Schwimmbad kann schon ausreichen: Viele bringen ungewollt einen Fußpilz oder einen Nagelpilz mit nach Hause – beides sind Pilzerkrankungen, unter denen ein Drittel der Deutschen leidet. Wenn ein Fußpilz über einen längeren Zeitraum nicht behandelt wird, kann er auf die Fußnägel übergreifen.
Nagelpilz und Fußpilz – der Unterschied

Mediziner beschreiben drei unter-schiedliche Erscheinungsformen eines Fußpilzes: Die Zehenzwischenraum-Mykose, die auch Interdigital-Mykose genannt wird, tritt am häufigsten auf. Dabei passieren die Erreger über die Zwischenräume der Zehen die Hautbarriere.
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Wird die Mykose nicht rechtzeitig erkannt, breitet sich der Erreger immer weiter am Fuß aus. Symptome können weißliche Bläschen in den Zehenzwischenräumen, Juckreiz und Rötungen bis hin zu schmerzhaften Hautrissen sein. Kombiniert ist diese Art des Fußpilzes meist mit stechendem Fußgeruch, der durch die bakterielle Begleitflora der Mykose generiert wird.
Als zweite Erscheinungsform werden Bereiche der Fußkanten und der Fußsohlen durch Bläschengruppen befallen, die sich nachfolgend immer mehr verhärten. Dabei handelt es sich um die vesikulös-dyshidrotische Erscheinungsform eines Fußpilzes.
Eine sogenannte Mokassin-Mykose liegt vor, wenn strapazierte Areale des Fußes stark verhornen und tiefe Einrisse bekommen. Zuweilen wird diese Art mit sehr trockener Haut verwechselt.
Lange Zeit unbehandelter Fußpilz kann zum Übergreifen des Pilzes auf die Fußnägel führen – es entsteht eine Onychomychose, der sogenannte Nagelpilz.
Onychomychosen werden durch Faden- und Schimmelpilze verursacht, die peu à peu die Nagelplatten zerstören: Zuerst verfärben sich die äußeren Ränder der befallenen Nägel weißlich-gelb, dann wird der Nagel immer dichter, härter und poröser. Außerdem kommt es zu Verformungen.
Nagelpilzerkrankungen werden allerdings nicht zwangsläufig durch einen vorhergehenden Fußpilz erzeugt: Erbanlagen, Durchblutungsstörungen, permanent verengtes Schuhwerk oder auch Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus erhöhen ein allfälliges Nagelpilzrisiko.
Von selbst wieder verschwinden werden die Pilze nicht. Die entsprechenden Behandlungen sind meist langwierig, ein Arztbesuch muss aber in der Frühphase noch nicht zwingend erfolgen. „Ein Arztbesuch ist aus meiner Sicht nicht der erste Schritt der Behandlung eines Pilzes. Die Behandlung erfolgt als lokale Selbstmedikation nach Beratung in der Apotheke. Wenn der Pilz großflächig wird und/oder innere Organe betroffen sind, ist eine systemische Therapie durch einen Arzt nötig“, erklärt Apothekerin Frau Kleine Natrop von der Elisabeth Apotheke in Dresden Trachau.
 Aber Vorsicht: Unbehandelte Pilzerkrankungen können zum weiteren Ausbreiten auf andere Hautareale führen. Schwerwiegende Entzündungen im Körper durch die eingedrungenen Bakterien sind mitunter die Folge. In der Apotheke gibt es zahlreiche Lacke und Salben zur Behandlung des Fuß- und Nagelpilzes.

Vorbeugen ist besser

Auch bei Pilzerkrankungen der Füße ist Vorbeugung das beste Mittel. Betroffen sind Sauna- oder Schwimmbadbesucher genauso oft wie Sportler oder Menschen, die ganz allgemein zu Fußschweißbildung neigen. Denn der Pilz bevorzugt feucht-warme Hautpartien, um sich auszubreiten. Feuchtwarme Untergründe wie in Duschbereichen, Saunen oder in den Nasszellen von Hotelzimmern können Brutstätten für Dermatophyten sein. Mit grundsätzlich mangelhafter Hygiene hat Fußpilz nichts zu tun. Trotzdem kann man ihm ganz gezielt vorbeugen:
- Zu Hause duschen, auch um die Ausbreitung des Fußpilzes zu begrenzen,
- Benutzung eines Hautdesinfektionsmittels,
- sorgfältiges Trocknen der Füße und der Zehenzwischenräume nach Bad oder Dusche,
- Benutzung von Badeschlappen,
- regelmäßige Desinfektion der Sportschuhe,
- täglicher Sockenwechsel,
- Heißwäsche von Socken, Handtüchern und Wäsche bei mindestens 60°C
  unter Zusatz eines Spezialmittels gegen Pilzerkrankungen,
- konsequentes Fußtraining und Massagen, um die Durchblutung anzuregen,
- Belüftung der Füße gewährleisten, regelmäßig barfuß laufen.
 
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