Thema Fußheberschwäche - Elisabeth Apotheke Dresden - jetzt aktuell Thema Grippeschutzimpfung

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Gehen wie ein Storch

Was so lustig klingt wie ein Kinderspiel, ist für Betroffene alles andere als spaßig. Gehen wie ein Storch, beschreibt sehr schön die Probleme mit der sogenannten Fußheberschwäche. Der Fuß kann einfach kaum noch angehoben werden und wird daher merkwürdig auf dem Boden aufgesetzt, weil die Fußspitze nach oben gezogen wird, um nicht zu stolpern. Es ähnelt einem Storchengang. Andere Bezeichnungen dafür sind Fallfuß oder Steppergang. Der Fachausdruck dafür ist Peronäuslähmung.
In den meisten Fällen ist der Nerv „Nervus peroneus communis“ dafür verantwortlich, welcher den Fuß oder die große Zehe nicht mehr heben lässt. Das kann allerdings wieder unterschiedliche Ursachen haben. Oft ist es einem Bandscheibenvorfall geschuldet, vielmals sitzt  das Problem aber im oder unterhalb des Knies.
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Eine Schädigung im zentralen Nervensystem, dem Gehirn, kann ebenfalls ein Grund sein. Daher sind  Schlaganfall- und Multiple-Sklerose-Patienten oft betroffen. Neben den bereits aufgeführten Ursachen kann aber auch eine recht simple Sache zu diesem Problem führen. Zu langes Übereinanderschlagen der Beine kann den Nerv nämlich genauso schädigen.
Im Gegensatz zu durchtrennten Nerven (evtl. nach Knieoperationen), ist hierbei die Wiederherstellung der vollen Funktion oft möglich. In vielen Fällen zielt die Therapie aber in erster Linie auf die Vermeidung sekundärer Komplikationen wie des Spitzfußes ab. In den seltensten Fällen wird dieser Storchengang „einfach so“ wieder weggehen. Der Gang zum Arzt sollte daher gar nicht erst auf die lange Bank geschoben werden. Selbst wenn keine ernsthafte Erkrankung dahintersteckt, ist ein schneller Beginn der Behandlung empfehlenswert.
Neben der Behandlung der Ursachen ist die Fußheberschwäche durch gezielte Physiotherapie wieder in den Griff zu bekommen. Sei es mit dem Einsatz von Elektrostimulation oder manueller Therapie. Zahlreiche Hilfsmittel können helfen den Fuß leichter zu heben und so zumindest die Stolpergefahr zu mindern. Denn oftmals hat das Stolpern und Hinfallen der Betroffenen noch schlimmere Auswirkungen, wie Brüche etc. Da kann beispielsweise das Anlegen einer Peronäusschiene helfen, welche mechanisch das Absinken der Fußspitze verhindert. Da nicht immer ein vollständiger Kraftverlust beim Heben des Fußes vorliegt, merken die Betroffen oft lange Zeit gar nichts von ihrem merkwürdigen Gang. Wem bei Freunden und Bekannten daher dieser merkwürdige Gang auffällt, sollte dies offen ansprechen.
 
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